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  24.09.2017 Ferienhaus Ostsee

Arnaud

Arnaud ertrank vor den Augen seiner Mutter
Der elfjährige Arnaud aus Belgien war ein ausgezeichneter Schwimmer. Trotzdem ertrank er vor den Augen seiner Mutter im Schwimmbecken des Hotels „Caribbean World“ in Mahdia, Tunesien. Mutter und Sohn reisten über den belgischen Reiseveranstalter Jet Air.
Arnaud vergnügte sich am Dienstagnachmittag, den 28.06.2011, mit anderen Kindern im Hotelpool, als ein Freund seine Taucherbrille im Wasser verlor. Arnaud war ein hilfsbereiter Junge und so tauchte er, um die Brille zurück an die Oberfläche zu holen. Plötzlich wurde sein Arm in den Abfluss des Pools gesaugt, denn auf der Absaugvorrichtung fehlte ein Schutzgitter. Arnaud steckte fest und konnte nicht mehr an die Wasseroberfläche gelangen.
Muriel H., die Mutter von Arnaud, versuchte ihren Sohn aus dem Wasser zu retten. Es verstrichen jedoch noch ca. 15 Minuten bis Arnaud mit Hilfe von Touristen aus dem Sog der Pumpe befreit werden konnte. Niemand schien zu wissen, wie man die Pumpen abschalten kann. Es waren keine Rettungsschwimmer vor Ort.
Arnaud wurde von einem deutschen Touristen, vermutlich einem Arzt, wiederbelebt. Danach wurde er mit einem Krankenwagen, der nicht die notwendige Ausstattung hatte um Reanimationen ausführen zu können, in ein Krankenhaus gefahren. Arnaud starb wenige Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus.
Muriel H. wurde über den Tod ihres Sohnes telefonisch benachrichtigt. Arnaud kam in die Gerichtsmedizin nach Monastir.
Seit der Rückkehr aus Tunesien wird Frau Muriel H. nur unzureichend über den Stand der Ermittlungen aus Tunesien zum Badetod ihres Sohnes informiert. Sie hat sich in Belgien einen Rechtsanwalt genommen, der ihre rechtlichen Interessen als Mutter gegenüber dem Reiseveranstalter Jet Air geltend macht.
Familienangehörige und Freunde haben sich zusammengeschlossen und eine Petition ins Leben gerufen, in der mehr Sicherheit in den Hotelanlagen, insbesondere die regelmäßige Kontrolle der Absaugrohre in den Schwimmbecken, gefordert wird.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe, indem Sie sich mit Ihrer Unterschrift an der Online–Petition unter http://www.10160.lapetition.be/ beteiligen.

Frau H. verlor ihr einziges Kind.

Evelyn Wagner
Schmalkalden, den 19.07.2012